Gut gespielt und doch verloren: Vikings müssen sich knapp dem TuS Ferndorf geschlagen geben

22. Oktober 2018
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(RheinVikings/sh) Ein Handballfest hatten die Verantwortlichen der Rhein Vikings im Vorfeld der Partie gegen den TuS Ferndorf versprochen – sicherlich auch, um den ein oder anderen unentschlossenen Sportbegeisterten zu überzeugen, nicht das DEG-Derby gegen die Kölner Haie oder das Fortuna-Auswärtsspiel in Frankfurt anzuschauen, sondern ins Castello Düsseldorf zu kommen. Die 845 zahlenden Zuschauer inklusive der 150 mitgereisten Ferndorfer hatten insofern alles richtig gemacht und eine tolle und spannende Partie erlebt, die am Ende mit dem TuS Ferndorf einen nicht unverdienten Sieger hatte.

Miladin Kozlina rückte bereits zu Beginn der Partie nach überstandener Schulterverletzung in die Verteidigung der Rhein Vikings zurück und brachte direkt Sicherheit in den Innenblock. Doch die Ferndorfer verstanden es geschickt, sich von dem ehemaligen slowenischen Nationalspieler fern zu halten und suchten über Linksaußen Moritz Barwitzki zumindest zu Beginn des Spiels vermehrt die Torchance und die ersten drei Ferndorfer Treffer gingen auf sein Konto. Und es hätten noch zwei weitere sein können, hätte nicht Vikings-Torhüter Vladimir Bozic den jungen Torschützen mit starken Paraden in Schach gehalten.

Die Vikings wiederum zeigten erstmals in dieser Saison ein gutes Tempo- und Umschaltspiel und führten bis zum Ausgleich zum 10:10 in der 28. Minute dauerhaft die Partie an ohne sich jedoch mit mehr als zwei Toren (8:6 in der 17. Minute) abzusetzen. Und das sollte sich noch bis zur Halbzeit rächen. Denn die Ferndorfer nutzten die Unaufmerksamkeit der Vikings-Hintermannschaft wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff und der ehemalige Neusser Marijan Basic brachte die 12:11-Hablzeitführung für die Ferndorfer mit einem Schlagwurf direkt vom Freiwurfpunkt. Ein deutlicher psychologischer Vorteil der Ferndorfer, denn die Vikings haderten noch Minuten der Halbzeit mit der Schiedsrichterentscheidung, diesen Freiwurf „direkt“ und ohne Anpfiff ausführen zu lassen.

Und so wiederholte sich die Geschichte mit dem Vikings-Rückstand in dieser Saison erneut. Die Rheinländer spielen stark bis zum ersten Rückstand, kommen dann aber nicht mehr über den Ausgleich hinaus. Auch in dieser Partie schaffte man, angeführt von einem gut-aufgelegten Alexander Oelze bis zur 43. Minute (15:15), eine ausgeglichene Partie. Anschließend lief man dem Rückstand bis zum 22:24 (59. Minute) hinterher. Und so passt es auch zur aktuellen Situation der Wikinger, wie das Spiel schlussendlich entschieden wurde. Denn Trainer Jörg Bohrmann nahm den Torhüter Vladimir Bozic aus dem Tor, brachte einen weiteren Rückraumspieler, um in Unterzahl einen 6:6-Angriff spielen zu können und mit einem möglichen 23. Treffer und dann einem Tor Rückstand eine kleine Chance auf den Ausgleich zu haben. Doch ein Abspielfehler in den Rückraumreihen lud den Ferndorfer Jonas Faulenbach ein, aufs leere Tor zu werfen. Das 23:25 durch den insgesamt gut-aufgelegten Nils Artmann auf Rechtsaußen war leider, aus Sicht der Düsseldorfer, nur noch Ergebniskosmetik.

Tore: Oelze 8/1, Artmann 5, Weis 3, Pöter 3, Johnen 2, Coric 1, Bahn 1

Foto: Die beiden Ex-Ferndorfer Niklas Weis (3 Tore) und Bennet Johnen (2 Tore) leisteten sich bei ihren gemeinsamen 5 Torwürfen keinen Fehlwurf (Foto: Michael Jäger).

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