Vikings warten weiter auf den ersten Auswärtssieg

5. November 2018
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(RheinVikings/sh) Auch gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller, den Dessau-Roßlauer HV 06, können die Rhein Vikings auswärts nicht gewinnen. Über die gesamte Partie war man nicht ansatzweise konkurrenzfähig und verliert folgerichtig mit 28:17 (Halbzeit 15:10).

Die Dessauer starteten mit gehörigem Rückenwind in die Partie, hatten sie doch 3 von 4 möglichen Punkten aus den letzten beiden Partien geholt – und dies auch noch auswärts. Entsprechend motiviert gingen die Sachsen ins Spiel. Die Vikings wiederum wirkten extrem gehemmt, scheiterten in den ersten Minuten am gut-aufgelegten gegnerischen Torwart Philip Ambrosius. Über 3:0 und 6:2 war man bereits nach 11 Minuten ins Hintertreffen geraten. Auch Vladimir Bozic, der sonst so starke Rückhalt der Rheinländer, konnte sich in der ersten Halbzeit gegen die guten Schüsse der Dessauer nicht auszeichnen und wurde in der 21. Minute gegen Mikkel Moldrup ausgewechselt. Aber auch der Däne konnte trotz seiner Motivationsversuche keine positive Wende ins Vikingsspiel bringen. Über 9:5 und 12:7 näherte man sich dem Halbzeitstand von 15:10.

In der zweiten Halbzeit wechselte Trainer Jörg Bohrmann wieder im Tor zurück. Vladimir Bozic hatte sich vorgenommen, die Partie zu drehen. Doch den Plan hatten seine Mitspieler scheinbar nicht mitbekommen. Ganz schwach präsentierte sich der Vikings-Angriff, während die Dessauer konzentriert in die zweiten 30 Minuten gingen. Und ehe man sich versehen konnte, stand es 17:10 für die Heimmannschaft. Hätte sich nicht Vladimir Bozic in der zweiten Halbzeit derart gesteigert (insgesamt 10 Paraden), wäre es in den Folgeminuten zum Desaster geworden. So fiel es aber kaum auf, dass die Rheinländer bis zur 49. Minute, also fast 20 Minuten der zweiten Halbzeit, lediglich zwei eigene Tore werfen konnten (23:12, 49. Minute). Dennoch war die Partie natürlich längst entschieden.

Die Dessauer nahmen bei diesem 11 Tore-Vorsprung den Vorwärtsgang raus. Die Halle feierte ihre Dessauer mit lauten „Oh, wie ist das schön“ und auch der überragende Heimtorhüter Philip Ambrosius (14 Paraden) wurde nach 51. Minuten mit Standing-Ovations ausgewechselt. Mit einer deftigen 28:17-Klatsche mussten die Vikings die lange Heimfahrt antreten.

Tore: Hoße 6/2, Predragovic 3, Oelze 2, Kozlina 1, Coric 1, Handschke 1, Gipperich 1, Weis 1, Artmann 1

Alexander Oelze: „Es war meiner Meinung nach ein völlig verdienter Sieg für Dessau. Wir konnten gegen die aggressive Abwehr der Dessauer auf keiner Position etwas gegensetzen und hatten auch keine Mittel gegen die schnellen Angriffe. Das war heute einfach nur eine peinliche Vorstellung von uns und es ist für mich unverständlich, wie so etwas passieren kann, da wir im Training ein komplett anderes Gesicht zeigen.“

Jörg Bohrmann: „Eine 28:17 Niederlage ist schon eine klare Aussage. Wir haben über annähernd 60 Minuten ein sehr schwaches Spiel gezeigt. Dessau hat uns leider vorgemacht, was Leidenschaft im Abstiegskampf bedeutet. Der Gegner hat uns nach allen Regeln der Kunst abgekocht, das war schon brutal. Die Mannschaft ist ziemlich niedergeschlagen, denn es ist auch allen klar, dass man sich so nicht präsentieren darf. Wir dürfen nicht nach Ausreden oder Gründe für schlechte Leistungen suchen. Wir müssen nächstes Wochenende anfangen zu punkten. Auch wenn noch einige Spiele in der Hinrunde und die komplette Rückrunde vor uns liegt, müssen wir jetzt Punkte einsammeln, sonst kommt man irgendwann aus dem Tabellenkeller nicht mehr raus.“

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